Existenzsicherung und Integration

Die Diakonie Hamburg setzt sich für Menschen in sozialen Notlagen ein, also Menschen, die beispielsweise durch Arbeitslosigkeit, Wohnungsverlust, Migration, Verschuldung oder auch persönliche Krisen in schwierige Lebenslagen geraten sind. Mit unterschiedlichen Hilfsangeboten kümmert sich die Diakonie um die Bedürfnisse von benachteiligten Menschen und eröffnet ihnen neue Perspektiven. Die verschiedenen Einsatzfelder und Tätigkeiten der sozialen Arbeit in diesem Bereich lassen sich folgendermaßen unterteilen:

Bereiche der Existenzsicherung und Integration

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Die Diakonie und ihre Einrichtungen helfen Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen den Weg in eine existenzsichernde Beschäftigung oder Ausbildung nicht oder nur mit sehr großen Schwierigkeiten schaffen. Mit unterschiedlichen Arbeitsförderungsmaßnahmen, Qualifizierungs- und Coachingangeboten unterstützt der diakonische Beschäftigungsträger Passage gGmbH Menschen bei der Findung beruflicher Perspektiven und der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. In den Projekten der Passage werden Jugendliche ohne Berufsabschluss, (langjährige) Erwerbslose und Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt keine Chance hätten, aufgefangen und an die Anforderungen des Arbeitsmarktes herangeführt.

 

Menschen in Armutslagen haben in aller Regel nicht nur mit Erwerbslosigkeit zu kämpfen. Sie sind auch auf die Leistungen des sozialen Hilfesystems angewiesen, um ihre Existenz zu sichern. Diakonische Einrichtungen und Beratungsstellen wie die Schuldnerberatung oder auch die insgesamt 19 Stadtteildiakonien bei Kirchenkreisen und Kirchengemeinden bieten unabhängige und parteiliche Sozialberatung an – von Fragen zu Kindergeld und Arbeitslosengeld über Wohngeldfragen, ALG II und Sozialhilfe bis hin zur Weitervermittlung an Kolleginnen und Kollegen anderer Hilfebereiche, z. B. Suchtkrankenhilfe, Wohnungsnotfallhilfe, Migrationsberatung. Ein wesentlicher Inhalt dieser Beratungs- und Unterstützungsarbeit ist die alltägliche Auseinandersetzung mit den verschiedenen Ämtern und Bereichen der öffentlichen Armutsverwaltung. Da die Lebenssituationen von Menschen in Armutslagen in der Regel sehr unterschiedlich und komplex sind, erfordert die Arbeit in diesem Arbeitsfeld ein hohes Maß an Querschnittsdenken.

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In Altona, Barmbek, Billstedt/Horn und Wilhelmsburg betreiben zwei diakonische Träger Integrationszentren (IZ) und Migrationsberatungen für Erwachsene (MBE), also Einrichtungen der direkten Hilfestellung und Beratung für Migrantinnen und Migranten sowie für Flüchtlinge. In diesen Migrationsberatungsstellen bietet die Diakonie umfangreiche Sozialberatung und Integrations-/Deutschkurse an. Daneben gibt es in Langenhorn und Wandsbek jugendsozialarbeiterische Beratungs- und Unterstützungsangebote für Jugendliche mit Migrationshintergrund und Geflüchtete. In der alltäglichen Arbeit geht es oft um das Zurechtfinden in Hamburg, den Zugang zur Sprache und die unterschiedlichsten aufenthaltsrechtlichen und sozialrechtlichen Fragen, aber auch um die Teilhabe und die Partizipationschancen für Menschen mit alltäglichen Diskriminierungserfahrungen. Für viele Betroffene sind die Strukturen, Funktionsweisen und Logiken der Regelsysteme wie Schule, Kita, öffentliche Verwaltung, aber auch Arbeits- und Wohnungsmarkt fremd. Aufgabe der Sozialberatung und der sozialen Arbeit in diesem Bereich ist es, den Betroffenen Orientierung zu geben.

 

In der Regel angekoppelt an die Träger und Einrichtungen der Migrations- und Flüchtlingsarbeit gibt es eine Reihe von spezialisierten Beratungsangeboten mit spezialisierten Anforderungen und Kompetenzen. Dazu zählen beispielsweise die Beratung zur Anerkennung ausländischer Schul- und Berufsabschlüsse, die psychosoziale Beratung, Beratungsstellen für Opfer häuslicher Gewalt oder auch medizinische Anlaufstellen für Menschen ohne Krankenversicherungsschutz.

 

In einer zunehmend vielfältigen Stadtgesellschaft braucht soziale Arbeit in allen Arbeitsfeldern interkulturelle und Diversity-Kompetenz. Das gilt für die Arbeit mit und für Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchtete besonders.

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Von Wohnungsverlust bedrohte und betroffene Menschen werden in den diakonischen Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfen beraten und unterstützt. Ziel ist ein sicheres, angemessenes und dauerhaft erschwingliches Wohnen als unabdingbare Voraussetzung für ein menschenwürdiges Leben zu erreichen. Zwölf Träger der Diakonie in Hamburg unterhalten mehr als 25 unterschiedliche Projekte in diesem Arbeitsfeld: soziale Beratungsstellen und Wohnangebote mit sozialer Unterstützung, vor allem im Rahmen von Hilfen gem. § 67ff SGB XII, niedrigschwellige Angebote wie Tagesaufenthaltsstätten, Straßensozialarbeit oder der Mitternachtsbus. Auch die Straßenzeitung Hinz&Kunzt gehört zur Diakonie.

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In den acht verschiedenen Trägern der diakonischen Suchthilfe in Hamburg bieten Fach- und Assistenzkräfte aus unterschiedlichen Fachdisziplinen Betroffenen viele Wege aus der Sucht, z. B. durch professionelle Beratung und Begleitung, ambulante und stationäre Behandlung sowie ergänzende und niedrigschwellige Hilfen. Die Angebote der Suchthilfe umfassen:

  • informative Beratungsangebote zu Sucht, Entzugsbehandlung und Selbsthilfegruppen in allen Beratungsstellen
  • psychosoziale Krisenintervention und ambulante Rehabilitationsbehandlungen in einigen Einrichtungen
  • qualifizierte Entzugsbehandlung in Krankenhäusern
  • therapeutische und rehabilitative Angebote in Kliniken und einer Tagesklinik
  • Einzel- und Gruppenarbeiten zu Perspektiven für ein suchtfreies Leben
  • betreutes Wohnen, Beratung und soziale Unterstützung in sozialtherapeutischen Übergangseinrichtungen
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